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KRITIKEN ZU "SIESSE WAANSINN"

 
 

 
Die Baseldytschi Bihni startet im November mit dem Stück «Siesse Waansinn» (im Original: «Suite Surrender») in die neue Spielzeit 2015/2016. Für diese gilt auch weiterhin das Motto: Eintritt frei, Austritt freiwillig. von Florian Boss


«Siesse Waansinn» (im Original: «Suite Surrender») heisst das Stück, welches das Ensemble der Baseldytsche Bihni seinen Gästen ab dem 5. November präsentiert. Geschrieben vom amerikanischen Theaterautoren Michael McKeever handelt die Farce ursprünglich von zwei der grössten Diven Hollywoods, die in einem noblen Hotel um ein und dieselbe Suite wetteifern. Für die Aufführungen im Kellertheater des Lohnhofs hat Regisseur Tom Müller aber relativ viel Lokalkolorit eingebracht. Amerikanische Elemente, die dem hiesigen Publikum eventuell fern und fremd scheinen, werden auf Basel projiziert. So illustriert zum Beispiel das Bühnenbild anstelle des «Palm Beach Royale» Hotels in Hollywood das Basler Grand Hotel Les Trois Rois.
Ein weiterer Aspekt, den Regisseur Müller während der Proben des Schauspiels umzusetzen versucht, bezieht sich auf die Verbindung von traditioneller Boulevard-Komödie und moderner Schauspielerei. Im gegebenen Rahmen der Komödie wird durch qualitativ hochwertige Spielweise versucht, ein modernes psychologisches Theater zu kreieren, welches das zu Grunde liegende Stück nicht einfach wiedergibt, sondern zeitgemäss adaptiert. Von seinen Schauspielern ist Müller vollkommen begeistert: «Es macht riesengrossen Spass. Die Leute leisten viel und geben viel von ihrer Freizeit auf, aber haben dabei eine absolut professionelle Disziplin.»
Nachdem sich am Ende der letzten Spielzeit zwei arrivierte Kräfte verabschiedet haben, konnten auf diese Saison hin vier neue Akteure dazugewonnen werden, wovon zwei junge Frauen sind. Eine Verjüngung des Ensembles die Produktionsleiter Roland Niederer durchaus willkommen ist: «Durch junge Schauspieler wird auch ein jüngeres Publikum angesprochen und somit neue Einzugsgebiete gewonnen, sodass die Altersspanne der Kundschaft mittlerweile bei 20 bis 95 Jahren liegt.»
In Bezug auf die Herkunft der Kundschaft schätzt Claude Beranek, Verantwortlicher für die Billettreservation, dass sowohl aus der Stadt als auch vom Land etwa 40 Prozent stammen, während die übrigen 20 Prozent auf den überraschend hohen Besucheranteil aus Süddeutschland und den diversen Gastspielen, die im Kellertheater stattfinden, zurückgehen. In Sorge wegen der Subventionsabstriche der basellandschaftlichen Regierung für kulturelle Institutionen ist Niederer, aber nicht. «Hie und da, alle 15 bis 20 Jahre, erhalten wir einen kleinen Zustupf aus dem Lotteriefonds. Ansonsten beziehen wir keinerlei Subventionen.»
Eintritt frei, Austritt freiwillig
Der Verein, der auf ehrenamtlicher Arbeit basiert, muss somit finanziell auf eigenen Beinen stehen und ist abhängig von den Beiträgen der Passivmitglieder, Spenden und den Einnahmen aus den Theatervorstellungen. Seit eh und je lautet das Motto der Baseldytsche Bihni dabei: «Eintritt frei, Austritt freiwillig!». Mit einem gratis erworbenen Ticket können sich Gäste im Kellertheater im Lohnhof eine Aufführung ansehen und im Anschluss an die Vorstellung ihren Platz nach eigenem Ermessen bezahlen. Nur für die beiden Silvestervorstellungen wird ein Eintrittspreis von 60 Franken erhoben, wobei aber ein reichhaltiger Apéro und eine kleine Überraschung inbegriffen sind.
Auch in der neuen Spielzeit will man an dieser Tradition festhalten. «Unter dem Strich fahren wir mit dieser Methode nicht schlecht», meint Niederer. «Von den erwarteten 30 Franken pro Person pro Aufführung befinden wir uns nicht weit weg.» Weiterführen möchte man auch das Angebot eines Ticketingportals im Internet, welches auf vergangene Saison hin eingeführt und bereits gut genutzt wurde. Fast 60 Prozent der Buchungen wurden online getätigt. Die Tickets können jedoch weiterhin nicht ausgedruckt werden und müssen mit der per Mail erhaltenen Bestellbestätigung beim Theater abgeholt werden.
BZ Basel 2.10.15